Tag der Freien Schulen am 18.9.2015 - Bundesweiter Aktionstag

" Wir sind so frei" 
Am 18. September 2015 stehen die Freien Schulen in Deutschland im Mittelpunkt des Interesses. Der bundesweite Aktionstag aller freien Schulen bietet die Möglichkeit, die Besonderheiten der Pädagogik und der Trägerschaft einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen. Jede Schule hat die Möglichkeit und die Freiheit sich individuell einzubringen. Als eine zentrale Veranstaltung in NRW ist der Kongreß "Gemeinsamkeit" am 18./19.9.2015 in Witten-Annen geplant, zu dem alle Eltern und Lehrer aber auch interessierte Schüler und Studenten herzlich eingeladen sind. 

Pressemitteilung

LAG-NRW begrüsst die Trennung von Lehrer mit rechtslastigem Hintergrund.
Dortmund, 17. August 2015  WB/SpK

Nach den Berichten zur Situation an der Freien Waldorfschule in MInden vor den Sommerferien in NRW hat die Freie Waldorfschule Minden mitgeteilt, sie sei nach „einer menschlich fairen Auseinandersetzung und gründlicher Prüfung aller Details darin übereingekommen, den Arbeitsvertrag mit dem Kollegen aufzulösen“. Er sei „ab sofort kein Lehrer unserer Schule mehr“. Den in den Ferien begonnenen Prozess mit der „Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus" im Regierungsbezirk Detmold aus Herford will die Schule mit Schülern, Eltern und Lehrern fortsetzen mit dem Ziel, „die Schulgemeinschaft wieder zusammenzuführen und gegen jede Form von Radikalismus zu sensibilisieren“.

Der Vorstand des BdFWS hatte anlässlich des Konflikts unterstrichen, dass Rechtsextremismus in jeder Form weder mit der Pädagogik noch mit dem zivilgesellschaftlichen Selbstverständnis der Waldorfschulen vereinbar ist. Die Waldorfschulen distanzierten sich ausdrücklich von jeder Form des Rechtsextremismus, Nationalismus, Rassismus oder anderen Formen der Diskriminierung. Die Mitarbeit eines Lehrers, der diesem Spektrum angehört, ist aus der Sicht der LAG-NRW an einer Waldorfschule ausgeschlossen.

Die Vorstände des BdFWS und der Arbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Nordrhein-Westfalen (LAG-NRW) hatten die Mindener Waldorfschule daher aufgefordert, den betreffenden Kollegen mit sofortiger Wirkung vom Unterricht freizustellen und über die Ferien zu einer Entscheidung zu kommen. Um die von Schülern entdeckten Verbindungen des Lehrers in die rechtsextreme Szene aufzuklären, hatte die Mindener Waldorfschule die „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus NRW“ als externen Ratgeber hinzugezogen.

Für den  Sprecherkreis
gez. Wilfried Bialik 

Pressemitteilung

Dortmund, 26. Juni 2015/WB/SpK. Nach der Entscheidung der Mindener Waldorfschule, den Lehrer vorerst zwar vom Unterricht zu suspendieren, ihm aber nicht zu kündigen, erklärt Wilfried Bialik für den Sprecherkreis der Arbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in NRW (LAG-NRW):

Die Arbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen im Lande NRW ist, wie auch in der Erklärung des Bundes der Freien Waldorfschule veröffentlicht, deutlich auf dem Standpunkt: 

"Rechtsextremismus ist in jeder Form mit der Tätigkeit an einer Waldorfschule unvereinbar."

Das Gutachten der "Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus NRW" hat unsere Auffassung bestätigt, dass ein Verbleib des Lehrers an der Schule weder pädagogisch noch mit Blick auf den zivilgesellschaftlichen Anspruch der Waldorfschulen zu verantworten ist.

Wir erwarten von der Schulleitung der FWS Minden unmittelbar zu Beginn des neuen Schuljahres eine klare Entscheidung in der Sache. Sollte sie sich bis dahin nicht entscheiden, werden wir die Einleitung eines Ausschlussverfahrens der Schule aus der Landesarbeitsgemeinschaft NRW, in Abstimmung mit dem Bund der Freien Waldorfschulen prüfen."

Für den Sprecherkreis der LAG-NRW

gez. Wilfried Bialik

 

Mitgliederversammlung beschließt Erhöhung der Bundesbeiträge

Auf der Miitgliederversammlung des Bundes der Freien Waldorfschulen in Minden vom 20.-22.03.2015 wurden die Beiträge für die Lehrerbildung und allgemeine Bundesbeiträge deutlich erhöht. 
Die Notwenigkeit mehr Geld für die Lehrerbildung einzusetzen wurde mehrheitlich auf der Versammlung, an der 145 der 234 deutschen Waldorfschulen teilnahmen, beschlossen. Durch einen regionalen sog. Absolventenschlüssel liegen die Bundesbeiträge für die Lehrerbildung in NRW bei nunmehr 114,- €uro pro Schüler einer Schule. Zusätzliche Beiträge für die die Bundesverwaltung sowie diverse Projekte zur Inklusion,Entwicklung alternativer Abschlüsse, Unterstützung von Gastprofessuren und vieles mehr, führen dazu das der Bundesbeitrag für NRW insgesamt auf annähernd 170,00 €uro pro Schüler und Schule ansteigt.